Anlage in Bodenschätzen
Rohstoffe sind zwar eine sehr volatile Anlage. Sie haben jedoch ihren eigenen Reiz. Auch wenn es in Deutschland keine direkten Anlagemöglichkeiten in diesem Segment gibt, wenn man einmal von dem Düngemittel- und Salzproduzenten Kali und Salz AG absieht, so ist es doch möglich, sich über deutsche Börsen an ausländischen Bergbaukonzernen zu beteiligen. Südafrika ist erste Wahl, wenn es um Diamanten geht, und auch andere Bodenschätze wie Gold werden von südafrikanischen Konzernen, die auch im deutschen Freiverkehr notiert werden, gefördert. Dazu kommen noch Bergbaukonzerne aus Australien, die sich aber nicht nur auf diesen Kontinent beschränken, sondern weltweit in der Exploration und Gewinnung tätig sind.
Wertanlage in Diamanten
Für die Wertanlage in Diamanten gelten andere Gegebenheiten wie für die Wertanlage in Bodenschätzen wie Kohle, Öl oder Metallerzen. Man kann sie sogar kaufen und im eigenen Tresor aufbewahren. Entscheidet man sich für bereits geschliffene Diamanten, kann man sich auch noch an ihrem Anblick erfreuen.
Wertanlagen in anderen Bodenschätzen
Das geht natürlich nicht bei einer Wertanlage in Bodenschätzen. Bergbau im eigenen Garten, das dürfte kaum möglich sein. Deshalb ist man hier auf die mittelbare Wertanlage angewiesen. Um an Bodenschätzen teilzuhaben, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Der effektive Kauf an der Börse ist zwar möglich, aber nicht zu empfehlen. Man benötigt dazu einiges an Kapital. Da bieten sich dann Zertifikate als Wertanlage an. Zwar kann man hier schon mit geringem Einsatz investieren. Doch ist in beiden Fällen zu bedenken, dass man nur an Kursgewinnen verdienen kann. Und wo es Kursgewinne gibt, gibt es auch Kursverluste. Diese Form der Wertanlage ist deshalb sehr spekulativ und nicht zu empfehlen.
Besser ist da die direkte Investition, in dem man beispielsweise die Aktien eines Bergbaukonzerns kauft. Zwar gibt es auch da Kursschwankungen. Doch darf man auch mit einer mehr oder weniger hohen Dividende und damit mit einem laufenden Ertrag rechnen. Das lohnt sich schon eher.
Bergbaukonzerne geben aber nicht nur Aktien aus. Sie finanzieren ihre Explorationskosten auch über Anleihen, die sie begeben und die man über die Börse kaufen kann. Die Zinsen entsprechen zwar den üblichen Sätzen und sind deshalb nicht sonderlich hoch, wenn man sich auf renommierte Bergbaukonzerne beschränkt. Dazu kommt eventuell noch ein Währungsrisiko, wenn es sich um eine Anleihe in ausländischer Währung handelt. Doch wenn man unbedingt eine Wertanlage im Bergbaubereich tätigen will, gibt es zu ausländischen Währungen kaum Alternativen. Falls dies eine sichere Währung wie der amerikanische Dollar oder das britische Pfund handelt, dürfte sich das Risiko in Grenzen halten.