Private Altersvorsorge noch immer nicht von jedem betrieben

Selbst etwas für das eigene Auskommen im Alter zu unternehmen, ist heute wichtiger denn je. Weil die Rente vom Staat längst nicht mehr sicher und auch nicht ausreichend ist, sollte jeder Bürger privat vorsorgen.

Doch an das Thema der privaten Altersvorsorge wollen die deutschen Bundesbürger nicht heran. Studien zeigen, dass wir uns im Allgemeinen mit Versicherungsberatungen schwer tun, schon allein aus der Befürchtung heraus, etwas aufgeschwatzt zu bekommen. Doch was die private Altersvorsorge anbelangt, sträuben wir uns so sehr vor einer Beratung, dass den Maklern, Beratern, Agenten und allen anderen Versicherungsvermittlern graue Haare wachsen. Kaum ein anderes Versicherungsprodukt haben deutsche Verbraucher so nötig, wie etwa eine private Rentenversicherung. Aber genauso gibt es kaum ein anderes Produkt, gegen dessen Kauf sie sich so vehement sperren.

Private Altersvorsorge ist sogar so wichtig, dass der Staat bei seinen knappen Kassen Förderungen verteilt, und das nicht zu knapp. Etwa bei der Riester-Rentenversicherung vergibt er neben den staatlichen Zulangen auch noch steuerliche Vergünstigungen. Wer riestert, kann also 154,00 Euro Grundzulage und 185,00 Euro Kinderzulage bzw. 300,00 Euro Kinderzulage für Kinder, die nach 2008 geboren wurden, erhalten und kann zusätzlich auch noch seine geleisteten Beiträge von der Steuer absetzen. Dadurch ergibt sich gerade für junge Familien mit geringem bis mittlerem Einkommen eine äußerst lukrative Altersvorsorge-Maßnahme.

Selbstständige beispielsweise können nicht riestern. Für sie gibt es dir Rürup-Rente, auch Basis-Rente genannt. Hier kann man völlig flexibel einzahlen. Wer also seine Beiträge der wirtschaftlichen Lage seines Unternehmens anpassen möchte, der kann dies problemlos tun. Auch größere Einmalbeiträge sind möglich. Die Beiträge zur Rürup-Rentenversicherung sind ebenfalls steuerlich abzugsfähig. Jedoch gibt es hier keine Zulagen. Die Absetzbarkeit der Altersvorsorge-Beiträge ist die einzige staatliche Förderungskomponente bei diesem System.

Man kann jedoch auch über eine Anlage am Kapitalmarkt (Anlage in offenen Immobilienfonds, Rentenfonds, Bundeswertpapiere etc.) Vermögen für das Alter mehren. Auch eine fondsgebundene Lebens- oder Rentenversicherung sind gangbare Wege. Hier bietet sich auch die Britische Lebensversicherung an, welche einen größeren Teil in Aktien investiert, aber dafür natürlich auch mit etwas höherem Risiko belastet ist.

Grundsätzlich entscheidet jedoch über die richtige Maßnahme zum Vermögensaufbau oder zur Altersvorsorge, welchen Risikotyps man ist. Risikofreudige Menschen, denen die Rendite eines Produkts wichtig ist, werden anders entscheiden als Menschen, denen die Sicherheit vor geht. Letzteres trifft im Übrigen auf die meisten Deutschen zu, weshalb die Rentenversicherung eine gute Wahl wäre. Sie ist besonders sicherheitsorientiert. Ganz wichtig ist es, sich von einem unabhängigen Fachmann in Ruhe über dieses Thema beraten zu lassen. Denn mit der getroffenen Entscheidung sollte man ruhigen Gewissens einige Jahrzehnte leben können.