Riesterrente – ein paar Hintergründe
Die Renten sind sicher, äußerten einst renommierte Politiker im deutschen Bundestag. Damals wie heute ist dies für die Bundesrepublik Deutschland eine korrekte Aussage. Auch wenn viele munkeln und mutmaßen, dass an einer Altersversorgung aus den Bundeskassen in der reifen Zukunft junger Menschen und unserer Kinder nicht mehr zu rechnen sei; so düster sieht es nicht aus. Für das grundsätzliche Leben im wohlverdienten Ruhestand wird dank gezahlter Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung gesorgt sein. Doch bereits vor einigen Jahren mussten Politiker und Wissenschaftler nüchtern auf die gegebenen Fakten blicken. Daraus resultieren nicht weg zu diskutierende Erkenntnisse. Zu diesen gehören zum Beispiel, dass Faktoren wie der demographische Wandel und verlängerte Ausbildungszeiten – um nur zwei von vielen zu nennen – der staatlichen Absicherung deutliche Grenzen setzen wird. Wer im Alter angenehm die zurück gewonnenen Freiheit und Freizeit genießen möchte, der sollte zusätzlich für ein finanzielles Polster sorgen. Soweit zum grundsätzlichen Fazit umfassender Kalkulationen und Prognosen.
Die Geburt der Riester-Rente
In der Silvesternacht 2011 wird die so genannte Riester-Rente bereits ein Jahrzehnt Teil der bundesdeutschen Altersvorsorge sein. Wer hätte das gedacht, denn vielen scheint es so, als sei es gestern gewesen, dass die Bürger der Republik mit diesem neuen Element der Absicherung für die Rentenzeit vertraut gemacht wurden. Bereits 2000/2001 musste das Rentenniveau erneut gesenkt werden. Der so genannte Eckrentner, laienhaft würde dieser als Durchschnittsrentner bezeichnet werden, büßte erneut 3 Prozent ein. So wurde für den modellhaften Ruheständler die Vorfreude auf die arbeitsfreie Zeit im reifen Alter erneut geschmälert. Als sinnvolle Reaktion darauf, wurde nach Modellen und Ideen gesucht, um diese Versorgungslücke zu schließen. Experten wurden fündig, federführend Walter Riester, und entwarfen neue Sparvarianten. Diese sollten mittels Zulagen und bürokratisch-deutsch betitelten Sonderausgabenabzugsmöglichkeiten die Absicherung im Alter zusätzlich fördern. Zum 1. Januar 2002 erblickte die privat finanzierte Altersvorsorge das Licht der Welt. Diese begeistert seither die einen und sorgt zwecks Verständnisschwierigkeiten für Kopfzerbrechen bei den anderen.
Heftige Kritik und Irritationen zu Beginn
Wann immer Bürger für eine zunächst gewohnte, staatliche Leistung selbst ein wenig oder etwas mehr in die Tasche greifen müssen, hagelt es selbstverständlich Kritik. Unmut macht sich breit. Nichtsdestotrotz handelt es sich bei der Riester Rente letztlich um eine pfiffige Neuerung, die auf eine nicht weg zu diskutierende Faktenlage kompetent und bürgerfreundlich Bezug nimmt. Dabei stehen den zukünftigen Rentnern verschiedene Optionen zur Verfügung, ihr Geld im Sinne der Altersvorsorge anzulegen. Gleichzeitig wird das Sparen durch entsprechende Maßnahmen gefördert und der Bürger gesetzlich vor bösen Überraschungen geschützt.